Eversberger wollen ihre Gemeinde fit für die Zukunft machen - Viele Ideen und Vorschläge für neuen Pfarrgemeinderat

Eversberg. Die St.-Johannes-Pfarrgemeinde Eversberg "fit für die Zukunft" machen, das ist das erklärte Ziel des im November neu gewählten Pfarrgemeinderates, der deshalb zu einer Gemeindeversammlung eingeladen hatte. Über fünfzig Gemeindemitglieder, quer durch alle Generationen, waren der Einladung gefolgt und beteiligten sich sehr rege an der Versammlung.

Im Auftrag des Seelsorgeteams begrüßte Pastor Reinhold Schlappa die Anwesenden und war erfreut über die Beteiligung. Er stellte die Situation der Kirche aus seiner Sicht dar: "Gott und Kirche haben in unserer Zeit nicht mehr den hohen Stellenwert früherer Generationen. Verschiedenste Ursachen führen zu leerer werdenden Kirchen. Gott ist heute für die Menschen nicht mehr der Mittelpunkt sondern ein Angebot neben vielen anderen!"

"In diesen Tagen habe ich eine Einladung für eine Kneipeneröffnung am Karfreitag gelesen: Wie ist so etwas möglich? Wo sind unsere Maßstäbe geblieben, was ist uns noch heilig?" fragte Schlappa.

Diese Tendenzen kann man auch in Eversberg nicht ignorieren, wie Thomas Wagner als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates anerkannte. In seinem Referat ging er ausführlich auf das Verhältnis zwischen Kirche, Gemeinde und Vereinen in Eversberg ein: "Dank vieler Helferinnen und Helfer ist der PGR Eversberg in der Lage, das kirchliche Leben in der Bergstadt noch sehr aktiv zu gestalten. Dabei helfen uns auch die Verantwortlichen des Seelsorgeteams."

Die Resonanz auf die Angebote an Gottesdiensten und Veranstaltungen ist sehr unterschiedlich: "Wir können den Erfolg unserer Angebote nicht mehr daran messen, ob die Kirche voll ist. Diese Zeiten sind offenbar vorbei. Wichtig für uns ist es, dass die, die gekommen sind, etwas mitnehmen und zufrieden sind!"

In verschiedenen Gruppen erarbeiteten die Gemeindemitglieder Vorschläge und Perspektiven für die Zukunft der St.-Johannes-Pfarrgemeinde, wobei die Themen Jugend- und Seniorenarbeit, Familien und Vereine Schwerpunkte bildeten.

Der Dank von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand galt z.B. der DPSG, der kfd, der Caritas und den vielen, die "unentgeltlich und im stillen Kämmerlein" für die Vielfalt der Eversberger Gemeinde sorgen. Harmonisch verläuft auch das Miteinander mit den örtlichen Vereinen, namentlich der Schützenbruderschaft und dem Verein Bergstadt-Eversberg-e.V., über deren Mitwirkung und Unterstützung man sehr froh sei.

Der Pfarrgemeinderat werde auch weiterhin versuchen, das kirchliche Leben, das für die Bergstadt immer noch prägend und sehr wichtig sei, bestmöglich zu gestalten und mit allen verfügbaren Mitteln dafür zu werben und dazu einzuladen: "Im Sinne einer aktiven Gemeinde ist jede und jeder immer herzlich willkommen!"

Gemeindeversammlung im Kolbe-Haus: In Gruppen und im Plenum erarbeiteten die Gemeindemitglieder Perspektiven für die Zukunft der Eversberger Pfarrgemeinde.